Die meisten App-Projekte scheitern nicht an der Technik, nicht am Design und auch nicht an fehlenden Features.
Sie scheitern, weil zu früh zu viel gebaut wurde: Die App wurde entwickelt, bevor klar war, ob Nutzer die Idee überhaupt gut finden.
Ein MVP (Minimum Viable Product) schützt dich genau davor.
MVP App ‒ das Wichtigste in Kürze:
- Eine MVP App ist kein unfertiger Prototyp, sondern ein voll funktionsfähiges Produkt mit radikalem Fokus auf den wichtigsten Use Case
- Der größte Fehler bei der MVP-Entwicklung ist, zu früh zu viele Features zu bauen – statt zuerst das Nutzerproblem zu validieren
- Ein gutes MVP spart Zeit, Geld und Risiko, weil es früh zeigt, ob eine App Idee am Markt wirklich funktioniert
- Entscheidend ist nicht, wie viel du baust, sondern wie gut – und ob es technisch von Anfang an auf Skalierbarkeit ausgerichtet ist
Entwicklung einer App ohne MVP? Ein wahrer Drahtseilakt …
Viele App-Gründer starten mit einer großen Vision, verlieren sich aber schon bald in Details. Folglich investieren Sie Zeit, Geld und Mühe in Features, die zwar nice-to-have, aber keine kritischen Erfolgstreiber sind.
Das Problem dabei: Je größer der Umfang, desto teurer, langsamer und riskanter wird die Entwicklung.
Im Worst Case investierst du 5-stellige oder gar 6-stellige Summen in eine App, die am Markt vorbei entwickelt wurde ‒ und damit floppt.
Deshalb arbeiten wir bei Applaunch bei Neugründungen immer mit dem MPV-Approach.
Was ist ein MVP?
Im Software Development fungiert der Begriff MVP als Abkürzung für das sogenannte Minimum Viable Product.
Dabei handelt es sich um die kleinstmögliche Version deiner App, die lediglich die absoluten Kern-Features enthält, um ein echtes Problem zu lösen.
Wichtig: Ein MVP ist kein Prototyp, kein Click Dummy und kein unfertiges Test-Experiment.
Es handelt sich um ein voll funktionsfähiges Produkt, nur eben fokussiert auf das Wesentliche.
Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern im Umfang.
Ein App Minimum Viable Product:
- fokussiert sich auf einen klaren Core Use Case
- löst ein Hauptproblem extrem gut
- verzichtet bewusst auf Nice-to-haves
Im Klartext: Eine gute MVP-App ist bereits marktfähig, jedoch strategisch bewusst reduziert.
Die größten Vorteile einer MVP-App
- Schneller Markteintritt statt monatelanger Entwicklung
- Deutlich geringere App Entwicklungskosten
- Früher Zugang zu echtem Nutzerfeedback, das für die Weiterentwicklung herangezogen werden kann
- Frühe Validierung deiner App Idee
- Klare Entscheidungsgrundlage für Weiterentwicklung und zukünftige Investitionen
Kurz gesagt: Ein MVP reduziert dein finanzielles Risiko massiv.
Woher weiß ich, welche Features in meine MVP App gehören?
Das ist der kritische Punkt.
Denn was wir immer wieder feststellen ist, dass die meisten App-Betreiber zu viel in ihre Anwendung packen. Oft sehen wir auch, dass an der falschen Stelle gespart wird.
In beiden Fällen liegt ein Fokus-Problem vor. Deshalb solltest du dir immer wieder das Core-Problem in Erinnerung rufen. Die folgenden Fragen helfen dir dabei:
- Welches eine Problem löst deine App?
- Welche eine Handlung muss der Nutzer erfolgreich ausführen?
- Welche Features sind zwingend nötig, damit das funktioniert?
Alles andere kommt nicht in das MVP.
Eine weitere starke Technik, um dein MVP abzugrenzen sind User Stories mit Outcome-Fokus.
Hier fokussierst du dich nicht strikt auf Features, sondern formulierst ausschließlich konkrete Bedarfssituationen:
„Der Nutzer möchte Ergebnis X in Situation Y erreichen, also brauchen wir dafür Z.“
So läuft die Entwicklung einer MVP-App ab
Ein MVP-Entwicklungsprozess läuft in einer professionellen App-Agentur folgendermaßen ab:
- Idee & Zielgruppe schärfen
- Core Use Case definieren
- Features radikal priorisieren
- UX & User Flow konzipieren
- App designen
- Technische App Entwicklung
- App-Testing
- Soft Launch
- Feedback sammeln & iterieren
- App Wartung Pflege & Weiterentwicklung
Wichtig: Ein MVP ist niemals ein Einmal-Projekt, sondern nur der Startpunkt zur Umsetzung einer großen Vision. Trau dich also ruhig, Features nach unten zu priorisieren. Sie werden nicht gestrichen, sondern gezielt umgesetzt, wenn die Zeit reif ist.
Die 5 häufigsten Fehler bei der MVP-Entwicklung
Zu viele Features im MVP
Statt sich auf eine Kernfunktion zu konzentrieren, werden Zusatzfeatures integriert, die weder validiert noch notwendig sind. Es macht jedoch wenig Sinn, bereits die Version 3.0 zu bauen, wenn die Version 1.0 noch keine Marktreife erlangt hat.
Beispiel: Eine Marktplatz-App startet direkt mit Chat, Bewertungen, Matching-Logik und Zahlungsabwicklung, statt zuerst zu testen, ob Angebot und Nachfrage überhaupt zusammenfinden.
Kein klarer Fokus auf das Nutzerproblem
Wer nicht klar definieren kann, welches konkrete Nutzerproblem gelöst wird, baut von Anfang am Bedarf vorbei, egal wie gut die technische Umsetzung ist.
Beispiel: Eine Fitness-App bietet 20 verschiedene Trainingspläne, löst aber nicht das eigentliche Problem der Nutzer: Dranzubleiben und regelmäßig zu trainieren.
Qualität vernachlässigen
Eine MVP-App darf schlank sein. Sie darf aber niemals instabil, langsam oder unausgereift wirken. Denn eine schlechte User Experience zerstört Vertrauen und erzeugt negatives oder sogar irreführendes Feedback. Stecke deshalb maximale Hingabe in jedes Feature. Nur so findest du heraus, ob deine App eine Chance am Markt hat.
Beispiel: User brechen die Nutzung einer App wegen Abstürzen, langen Ladezeiten oder unklarer Navigation ab. Der App-Betreiber schließt daraus, dass die Idee an sich nicht markttauglich ist, obwohl das Ganze einfach nur technisch mangelhaft umgesetzt wurde.
Kein Plan für Feedback, Analyse & Weiterentwicklung
Wenn du nicht vorher klar festlegst, wie Feedback gesammelt, ausgewertet und umgesetzt wird, verschenkst du den größten Wert eines MVPs, denn: Was bringt dir eine Testphase mit echten Usern, wenn du die Ergebnisse nicht aufzeichnest oder nicht weißt, was du mit dem Feedback anfangen sollst.
Beispiel: Eine App geht live und generiert Downloads. Vorab wurde jedoch kein klarer Prozess eingerichtet, um beispielsweise Interaktionen aufzuzeichnen oder eine User Befragung durchzuführen.
Technisches Setup wählen, das nicht skalierbar ist
Wir sehen immer wieder MVP-Apps, die zwar vom Start weg ordentlich funktionieren, jedoch nicht auf Skalierbarkeit ausgerichtet sind und bei einer Weiterentwicklung komplett neu gebaut werden müssen. Das spart zwar kurzfristig Geld, ist langfristig aber teurer, zeitaufwändiger und nervenaufreibender.
Beispiel: Ein MVP wird als No-Code-Lösung in einem App Baukasten umgesetzt, obwohl klar ist, dass bei Erfolg komplexe Logiken, APIs oder hohe Nutzerzahlen nötig sein werden.
Kann ich auch selbst eine MVP-App erstellen?
Es kommt darauf an. Mit guten Programmierkenntnissen ist die DIY-MVP-App-Entwicklung durchaus eine denkbare Option.
Allerdings solltest du dich realistisch fragen, ob du in der Lage bist, die technischen Grundlagen für eine langfristig skalierbare App zu schaffen, sodass die Arbeit in Zukunft von einem externen App-Freelancer oder einer App-Agentur weitergeführt werden kann.
Denn App Entwicklung ist ein Full-Time-Job. Und wenn deine App erfolgreich wird, hast du viele andere Aufgaben, um die du dich kümmern musst.
Verfügst du über keine Programmierkenntnisse, kannst du theoretisch auf MVP-App-Builder wie Mendix, Bubble, Adalo oder Firebase zurückgreifen. Damit lassen sich einfache MVPs bauen. Diese eignen sich besonders für ein erstes Testing oder für interne Tools ohne Monetarisierungsabsicht.
Für eine skalierbare MVP-App oder MVP-Software, sind solche Tools aufgrund der eingeschränkten Skalierbarkeit, dem mangelnden Code-Zugriff und den begrenzten Design-Möglichkeiten unserer Einschätzung nach jedoch nicht geeignet.
Die bessere Alternative: MVP-Entwicklung mit einer App-Agentur
Eine spezialisierte App-Agentur bringt etwas Entscheidendes mit, das dir im DIY-Verfahren höchstwahrscheinlich fehlen wird: Erfahrung in der Entwicklung von nachweislich erfolgreichen Apps.
Eine professionelle App-Agentur wie Applaunch hilft dir:
- dein MVP richtig zu zuzuschneiden
- technische Sackgassen zu vermeiden
- ein unverwechselbare MVP-App-Design zu entwickeln
- Ideen schneller zu validieren
- und dein MVP von Anfang an skalierbar aufzusetzen
In wenigen Monaten zur erfolgreichen MVP-App mit Applaunch
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Wir von Applaunch haben in den letzten 10 Jahren über 220 erfolgreiche Apps entwickelt und dabei stets auf den MVP-Ansatz gebaut.
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